Interview mit Kim: Vom Tanzparkett zur Choreografin des guten Storytellings
Wer Kim kennt, weiß: Stillstand ist nicht ihr Ding.
Ob auf der Tanzbühne, in der Gastronomie oder heute bei Wordsmattr - sie steckt überall ihre Energie, Neugier und gute Laune hinein.
Nach einer professionellen Tanzausbildung in München, ihrem Abschluss als Restaurantfachfrau in der Gastro und mehreren spannenden Stationen in der Arbeitswelt ist Kim heute ein zentraler Teil unseres Teams. Als Ansprechpartnerin für unsere Kunden sorgt sie dafür, dass aus Ideen echte Ergebnisse werden - mit Energie und Gewissenhaftigkeit, die anstecken. Privat stehen Dackel Lenny, Pizza und Wandern ganz oben auf der Liste.
Im Interview spricht Kim darüber, wie sie ihren Weg zu Wordsmattr gefunden hat, was sie beruflich antreibt und warum auch Umwege manchmal genau dahin führen, wo man hingehört.
Hi Kim, danke, dass du dir heute Zeit für uns genommen hast 😊 Erzähl doch mal: Wie bist du in der Online-Medien-Branche gelandet? Was begeistert dich gerade am Medium Advertorial, das nicht selten vollkommen unterschätzt und teilweise als “altbacken” abgetan wird?
Das kreative Schreiben liegt mir irgendwo im Blut - mein Opa hat Bücher geschrieben, ich habe schon in der Grundschule damit angefangen und später als Teenie über viele Jahre hinweg einen eigenen Blog geführt. Der Weg in die Online-Medien war also quasi vorprogrammiert und genau diese Leidenschaft für gutes Storytelling bringe ich heute in Advertorials ein. Für mich sind sie absolut nicht „altbacken“, sondern die Königsklasse des digitalen Marketings, weil sie den Leser nicht mit blinkenden Bannern catchen wollen, sondern durch echten Mehrwert überzeugen. Wenn jemand den Text liest und am Ende denkt: „Gute Story, cooler Tipp!“, statt genervt wegzuklicken - dann habe ich meinen Job richtig gemacht.
Wie balancierst du die kreativen Wünsche des Kunden mit den redaktionellen Anforderungen eines Advertorials, damit der Content sowohl werblich erfolgreich als auch glaubwürdig ist?
Ich sehe mich da ein bisschen als Übersetzerin: Der Kunde bringt das Produkt, ich liefere die Story. Wenn ein Kunde zu viel „Hard-Sell“ will, mache ich ihm charmant klar, dass Leser sofort abschalten, wenn sie einfach stumpf mit Werbung bespielt werden. Ich verpacke die Botschaft also so, dass sie sich wie ein normaler, spannender Artikel liest - denn nur durch diese Glaubwürdigkeit bringt das Advertorial am Ende auch den gewünschten Erfolg.

Was ist die größte Herausforderung bei der Betreuung von Kunden, die zum ersten Mal Advertorials buchen, und welche drei Tipps gibst du ihnen, um diesen Prozess so reibungslos wie möglich zu gestalten?
Die größte Herausforderung ist das Thema Vertrauen. Erstkunden müssen oft erst lernen, ein Stück Kontrolle abzugeben und darauf zu vertrauen, dass wir genau wissen, was wir tun. Advertorials sind unser tägliches Geschäft - wir machen das jeden Tag mit großem Erfolg und wissen genau, welche Hebel funktionieren.
Meine drei Tipps für einen reibungslosen Prozess:
- Storytelling statt Produkt-Pitch: Fokussiere dich auf ein echtes Problem des Lesers. Wenn der Inhalt fesselt, kommt das Interesse am Produkt ganz von allein.
- Das perfekte Match: Vertrau uns bei der Wahl des Kanals. Durch unsere tägliche Erfahrung wissen wir ganz genau, welches Medium für welchen Kunden am besten funktioniert und wo deine Botschaft den größten Erfolg bringt.
- Flexibel bleiben & Input liefern: Liefere uns gerne Futter (Zahlen, Insights, Bildmaterial), aber lass uns beim Texten freie Hand. Wenn wir eine Headline
Welches Tool, mit dem du im Alltag arbeitest (z.B. Slack, Pipedrive, Freshbooks), würdest du sofort vermissen, wenn es morgen verschwinden würde - und warum?
Ganz klar Trello und Slack - ohne die beiden würde bei mir sofort das absolute Chaos ausbrechen. Trello ist mein ausgelagertes Gehirn, mit dem ich alle Projekte von der ersten Idee bis zum Go-Live strukturiere. Slack wiederum schlägt die perfekte Brücke zwischen digitaler Kaffeeküche, schnellen Absprachen und dem täglichen Austausch von Memes. So bleibe ich im Homeoffice vernetzt mit meinen lieben Kollegen.
Wenn du eine „Office Policy“ (eine lustige, neue Büroregel) für Wordsmattr einführen dürftest, die sofort gilt, welche wäre das?
Die „Meme-Pflicht“ für den Montagmorgen-Check-in! Ein einfaches, trockenes „Guten Morgen“ im Slack-Channel wird offiziell verboten. Wer die Arbeitswoche einläutet, muss seinen aktuellen Koffein- und Motivationsstatus zwingend in Form eines passenden GIFs oder Memes posten. Das bricht das erste Montags-Tief sofort und sorgt dafür, dass das ganze Team direkt mit einem Lachen in die Woche startet.
Du hast seit kurzem einen zuckersüßen, kleinen Helfer im Homeoffice. Wie unterstützt dich der kleine Lenny im stressigen Kampagnenalltag?
Lenny ist als Zwergdackel-Welpe offiziell unser neuer Chief Happiness Officer! Er ist mittlerweile bei jedem Teammeeting am Start und lockert die Runde sofort auf - sobald seine Schnauze im Video-Call auftaucht, ist ein Grinsen garantiert.
Auch meine Mittagspause hat er revolutioniert: Während ich früher alleine und mit einem Podcast auf den Ohren spazieren gegangen bin, habe ich jetzt die beste vierbeinige Begleitung an meiner Seite, um gemeinsam frische Luft zu schnappen und den Kopf für den Nachmittag freizubekommen.

Kampagnenmanagement bei Wordsmattr wirkt bei dir mehr wie eine Berufung als ein Job. Aber was wäre, wenn du nicht bei Wordsmattr gelandet wärst, welcher Berufung würdest du jetzt nachgehen?
Siehe meine Antwort auf Frage 11 😊
Du hast ja ursprünglich eine Ausbildung zur Restaurantfachfrau absolviert und bringst sogar eine professionelle Tanzausbildung mit - was hast du aus diesen
Welten mitgenommen, das dir heute im Agenturalltag hilft?
Aus beiden Ausbildungen habe ich vor allem ein wichtiges Mantra mitgenommen: Wenn man meint, man kann nicht mehr, geht immer noch eine Schippe mehr! Vom Tanzen habe ich die eiserne Disziplin und aus der Gastro das Gesetz, dass man erst nach Hause geht, wenn für den nächsten Tag alles perfekt vorbereitet und eingedeckt ist.
Übertragen auf meinen Agenturalltag bedeutet das: Wenn vor einem Go-Live einer Kampagne die Hütte brennt, wird sich durchgebissen. Ich klappe den Laptop erst zu, wenn alle Artikel finalisiert, die Mails raus und das Trello-Board für den nächsten Morgen blitzblank vorbereitet sind.
Deine Geschichte zeigt, dass Wege selten gerade oder nach Plan verlaufen. Was würdest du jemandem raten, der beruflich gerade auf der Suche nach seinem “Platz” ist?
Vergiss perfekte Lebensläufe - sei lieber offen, mutig und sag einfach „Ja!“, wenn eine neue Chance anklopft. Statt darauf zu warten, bis du dich zu 100 Prozent bereit für eine Aufgabe fühlst, solltest du direkt ins kalte Wasser springen. Bleib dabei immer hungrig auf Wissen, saug alles Neue auf wie ein Schwamm, stell Fragen und hab einfach Lust darauf, dich ständig weiterzuentwickeln. Wer offen bleibt, statt alles zu zerdenken, geht komplett unvoreingenommen an neue Aufgaben heran - und oft wartet der Traumjob genau hinter einer Ecke, die man vorher gar nicht auf dem Schirm hatte.
Hab Vertrauen in deine eigenen Fähigkeiten, bleib neugierig und gestalte deinen Weg genau so, wie es für dich am besten passt.
Du magst BMW, Pizza (mit viel Käse) und Dackel. Wie würde dein perfekter Advertorial-Titel lauten, wo all diese Liebschaften vereint sind?
Die 3-Punkte-Formel gegen Stress: Warum die perfekte Wohlfühl-Kombi aus Fahrspaß im BMW, Dackel-Kuscheln und einer Pizza mit extra viel Käse besteht.
Stell dir vor, du hättest unbegrenztes Budget für ein Passion Project - was würdest du ins Leben rufen?
Ich würde einen Hundehof mitten in der Natur gründen. Das wäre ein absolutes Paradies für alte und schwer vermittelbare Hunde, die im normalen Tierheim oft übersehen werden. Dank des unbegrenzten Budgets gäbe es dort riesige Wiesen zum Tollen, beste Betreuung und eine lebenslange Kuschelgarantie, damit sie ihren Lebensabend in aller Ruhe genießen können. Das wäre mein absolutes Herzensprojekt!

Abschließend - was bedeutet für dich Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich, am Ende meines Lebens gemeinsam mit meiner Familie glücklich und mit einem Lächeln auf all die erlebten Momente zurückblicken zu können. Wenn ich weiß, dass ich für meine Liebsten da war und wir ein erfülltes, liebevolles Leben geteilt haben - dann ist das für mich der größte Erfolg überhaupt.
Schon gelesen? Geschäftsführer Lukas Gehrer, Co-Founder Jürgen Ulbrich und unser interner Strukturminister Valentin im Interview
Interview mit Valentin: Vom Apple-Blog zum internen Strukturminister
Vom Tech-Blogger zum strategischen Mitgestalter bei Wordsmattr: Valentin bringt nicht nur Erfahrung im Storytelling mit, sondern ist auch im Vertrieb aktiv, strukturiert interne Prozesse - und stellt gern alles in Frage, was nicht ganz rund läuft (sehr hilfreich aber manchmal auch ein bisschen anstrengend fürs Team 😉). Mit Neugier und Begeisterung für digitale Inhalte denkt er gerne auch über den Tellerrand hinaus.
Im Interview spricht er über die Zukunft von Advertorials, macht sich Gedanken über staubfreie Bohrlöcher, nostalgische Rechenhelfer - und verrät, wo er am liebsten ein neues Kapitel aufschlagen würde: irgendwo zwischen Hanteln und Palmen.
Hi Valentin! Danke, dass du dir Zeit für uns genommen hast 😊 Erzähl uns doch kurz: Was hat dich zu Wordsmattr geführt - der Zufall, eine Empfehlung oder ein glorreicher Absturz ins LinkedIn-Rabbit-Hole? Und was ist dein Spezialgebiet bei uns?
Lukas und ich haben uns während unserer Hobby-Tätigkeit bei einem deutschen Apple-Blog kennengelernt. Zu dieser Zeit habe ich schon ab und zu hinter die Kulissen von Wordsmattr blicken können. Irgendwann hat Lukas mich gefragt, ob ich mir denn nicht vorstellen könnte, in Vollzeit einzusteigen. Der Rest ist Geschichte…
Advertorials in Zeiten von Social Media - ein Dinosaurier oder ein unterschätztes Erfolgsmodell?
Ich glaube, dass Social-Media die klassischen Online-Medien in Sachen Werbung nicht komplett ablösen wird – zu unterschiedlich sind aktuell noch die Inhalte und Konzepte. Jedoch muss man sich der größeren „Konkurrenz“ durchaus bewusst sein und kann das wiederum als Chance nutzen: Noch mehr Fokus auf Qualität, Authentizität, Details und Langfristigkeit. Gerade in Sachen Details tut man sich in Werbe-Reels oder Werbe-TikToks eher schwer, da das Format viel kurzweiliger aufgebaut ist.

Was macht für dich ein wirklich gelungenes Advertorial aus - und woran scheitert es deiner Meinung nach oft?
Das Schöne an Advertorials ist, dass sie nicht plakativ werblich sein müssen. Mit wenigen Elementen kreiert man einen lesenswerten Artikel mit Storytelling, der auch dem Leser Mehrwert verschafft. Stattdessen liest man oft umgeschriebene Pressemitteilungen oder Texte, die voll mit “Warum ich der Beste bin” sind. Das kostet Authentizität und Aufmerksamkeit.
Wie misst du den Erfolg eines Advertorials - und was rätst du Kund:innen, die „nur Reichweite” im Kopf haben?
Die “Einheit” des Erfolgs ist natürlich stark abhängig vom ursprünglichen Ziel des Kunden und davon, was man umgesetzt hat. War Lead-Generierung relevant, das organische Google-Ranking eines Advertorials oder die Clickrate auf einen Call-to-Action?
Wer Reichweite möchte, muss zunächst wissen, welche Art der Reichweite gewünscht ist - kurzfristig oder nachhaltig? Etwa für zeitlich begrenzte Rabattaktionen oder für eine Produktvorstellung platzieren wir natürlich andere Advertorials als bei einer langfristigen Branding-Präsenz. Mein wichtigster Tipp: Verlasst euch nicht nur auf die reinen Zahlen oder die Bekanntheit eines Mediums. Ein Advertorial auf einem kleineren Nischenblog oder -magazin kann oft mehr Effekt haben, als man meinen würde.
Wordsmattr arbeitet mit über 475 Medien zusammen - wie schaffst du es, den Überblick zu behalten und für jeden Kunden das perfekte Medium zu finden?
Man muss sich unser Medienportfolio wie einen Supermarkt vorstellen: Nur wenn alles gut sortiert und stets auf dem neuesten Stand ist, kann man einen guten Überblick bewahren. Zudem lege ich Wert auf den regelmäßigen Austausch mit meinen Kollegen und unseren Medienpartnern. So kann man gegenseitige Erfahrungen austauschen und das Portfolio noch weiter optimieren.

Um das Know-How nun gezielt auf einen Kunden anzuwenden, muss man dessen wahres Werbeziel kennen. Dieses gilt es manchmal erst zusammen herauszuarbeiten. Aber danach findet sich eigentlich immer ein passender Weg, um das Ziel zu erreichen.
“Vertrieb ist nichts für schwache Nerven” - was war deine härteste Herausforderung und wie hast du sie gemeistert?
Da fällt mir jetzt nichts Konkretes ein. Allgemein mich im Vertrieb zurechtzufinden, obwohl ich aus dem Marketing komme, war sicherlich nicht einfach.
Was darf bei dir im Homeoffice auf keinen Fall fehlen?
- Vernünftiges Licht: Für mehr Konzentration muss es einfach hell sein. Und damit meine ich richtig hell!
- Gutes Display: Es gibt für mich nichts Schlimmeres, als mit einem pixeligen, zu dunklen und wenig farbintensiven Monitor zu arbeiten.
- Taschenrechner: Anstatt alles in Excel zu berechnen, greife ich gerne noch zum Casio aus der Schulzeit. Allerdings jedes Mal schockierend, wie wenig man noch von den ganzen Spezialfunktionen weiß… Was macht nochmal die Logarithmus-Taste? 🤔
Wenn du einen Tag lang mit einer berühmten Persönlichkeit den Job tauschen könntest, wer wäre es und warum?
Ich denke, es wäre Tim Cook. Einige Geheimnisse von Apple zu lüften oder geplante Projekte zu sehen, wäre schon cool.
Wenn du deine Biografie schreiben würdest, wie wäre der Buchtitel?
„Inside Apple… Again: Wie ich einen Tag das geheimnisvollste Unternehmen Amerikas geleitet habe.“
Welche Eigenschaft an dir schätzen deine Kolleg:innen am meisten - und welche treibt sie wahrscheinlich in den Wahnsinn?
Berufskrankheit: Ich bin eine Quasselstrippe. 🤓 Wenn jemand etwas (vor allem technisches) wissen möchte, dann können Antworten schon gerne mal ausufern. Ich bin dann nämlich der festen Überzeugung, dass der gesamte Kontext dringend notwendig war - auch wenn er es bestimmt nicht ist. Ich denke, das ist aber auch ein Teil meiner guten Eigenschaft: Man kann eigentlich mit jeder Frage zu mir kommen.

Vervollständige den Satz: “Wenn ich mal groß bin, …”
…möchte ich virtuos Otamatone spielen können.
Team Frühaufsteher oder Nachteule - und wie äußert sich das im Arbeitsalltag?
Das ändert sich immer mal wieder etwas, aber eigentlich eher Frühaufsteher. So hat man tendenziell früher Feierabend und kann noch abseits der Arbeit etwas erledigen. Außerdem mag ich es nicht, wenn es während der Arbeit draußen dunkel ist.
Was würdest du deinem jüngeren Ich heute mit auf den Weg geben?
Mach dir weniger Gedanken! Glaub an dich und du findest deinen Weg. Und die ein oder anderen Lotto-Ergebnisse der Zukunft würde ich vielleicht auch verraten…
Was ist dein persönlicher „delulu“-Moment - also ein Wunschtraum, den du (noch) nicht loslässt?
In Südamerika ein eigenes Fitnessstudio eröffnen.
Welcher virale Lifehack hat bei dir wirklich funktioniert - oder ist komplett gescheitert?
Keine Ahnung, ob das viral gegangen ist: Ich habe in einem Video gesehen, dass jemand die abgeschnittene Unterseite einer Plastikflasche wie eine Auffangschale auf seine Bohrmaschine gesteckt hat. Schon fällt beim Bohren über Kopf kein Staub mehr in die Augen 😲
Schon gelesen? Geschäftsführer Lukas Gehrer und Co-Founder Jürgen Ulbrich im Interview
Interview mit Wordsmattr Co-Founder Jürgen Ulbrich
Wie führt man ein erfolgreiches Start-up im Bereich Native Ads? Für Jürgen Ulbrich, Co-Founder von Wordsmattr, begann die Reise 2013 mit dem Online-Magazin Apfellike. Die innovativen Werbekonzepte von Jürgen und seinem Team fanden schnell Anklang bei anderen Unternehmen, was zur Gründung von Wordsmattr führte – einer Agentur, die auf Inhalte setzt, die informieren und Emotionen wecken.
Jürgen ist der strategische Kopf hinter Wordsmattr, überwacht die meisten Marketing-Aktivitäten und führt die IT-Struktur. Mit seiner Expertise im digitalen Marketing und IT-Management ist er eine treibende Kraft hinter dem Erfolg des Unternehmens. Im Interview gibt er Einblicke, wie er Fokus, Leidenschaft und Durchhaltevermögen in seinem Alltag lebt und welche aktuellen Trends er im Bereich der Native Ads sieht. Er erzählt uns auch, warum er das Home Office bevorzugt, welche Superkraft er gerne hätte und welche Apps er in seinen Pausen nutzt.
Hi Jürgen, danke dass du dir heute Zeit für einen kurzen Plausch genommen hast 😊 Legen wir direkt los!
Wir lieben Produktivität: Bevorzugst du das Home Office oder das Büro als Arbeitsort und warum?
Tatsächlich eher Home Office - da ich dort besonders fokussiert arbeiten kann.
Welche Trends und Entwicklungen siehst du derzeit im Bereich der Native Ads und wie passt sich Wordsmattr diesen Veränderungen an?
Vertrauen wird aus meiner Sicht ein immer wichtigerer Faktor, was auch durch den Einsatz von KI verstärkt wird. Generell geht es zunehmend darum, eher zu “überzeugen”, statt Zielgruppen nur zu “erreichen”. Daher gewinnen Advertorials im Vergleich zu anderen Formen von Native Ads an Bedeutung. Dank unseres Fokus und unserer Expertise im Bereich Advertorials sind wir mit Wordsmattr auch weiterhin der beste Ansprechpartner für unsere Kunden.
Welche Qualitäten sind für einen erfolgreichen Start-up-Chef unerlässlich und wie setzt du diese in deinem täglichen Arbeitsleben um?
Fokus, Leidenschaft und Durchhaltevermögen.
Sich zielgerichtet auf etwas zu fokussieren ist eine Fähigkeit, die man meiner Meinung nach trainieren muss; andernfalls bleibt nur das regelmäßige Priorisieren. Leidenschaft und Durchhaltevermögen sind Eigenschaften, die man entweder hat oder nicht. 😉

Wenn du eine Superkraft haben könntest, welche wäre das? Und wie würde sie deinen Job vereinfachen?
In jedem Moment die echten Bedürfnisse, Ziele und Wünsche des Gegenübers wahrzunehmen, wäre sicherlich ein Game Changer. Dann kann man sich viel Kommunikation sparen und schneller die richtigen Bedürfnisse erfüllen.
Gibt es ein konkretes Ziel oder einen Meilenstein, den du in deiner Karriere unbedingt erreichen möchtest?
Eine signifikanter, positiver Impact auf Menschenleben wäre ein großes, wenn auch unkonkretes Ziel.
Welche App nutzt du, wenn du mal eine Pause brauchst oder Wartezeiten überbrücken musst?
LinkedIn / YouTube
Gibt es einen Song in deiner Playlist, der dich besonders motiviert beim Arbeiten?
Da gibt es viele - aktuell „The new four Seasons - Vivaldi“ von Max Richter.
Deine Körpergröße: Welche skurrilen oder lustigen Reaktionen bekommst du bei Geschäftsterminen? Nutzt du deine Größe eher als Geheimwaffe oder stolperst du buchstäblich über sie? 😛
Da ich selten physisch beim Kunden bin, kann ich mich tatsächlich nicht an eine konkrete Situation erinnern. Aber natürlich kommt dann teilweise ein kleiner Ausdruck der Überraschung. 😉

Worin bist du so gut, dass du dafür bei den Olympischen Spielen antreten könntest?
Mein Umfeld sagt mir immer „Jürgen kann in den meisten Bereichen grundsätzlich nichts, aber er lernt sehr schnell“.
Und zu guter letzt: Gibt es ein besonderes Erlebnis oder eine Anekdote aus deiner Karriere bei Wordsmattr, die dir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubert?
Sicherlich unsere virtuellen Team-Aktivitäten - besonders das Malen. 😉
Außerdem spannend: Sieh dir hier das Interview mit unserem Gründer und CEO, Lukas Gehrer, an.
Interview mit Wordsmattr Geschäftsführer Lukas Gehrer
Wie startet man eine erfolgreiche Werbeagentur? Für Lukas und Jürgen, die Gründer von Wordsmattr, begann alles 2013 mit ihrem eigenen Online-Magazin Apfellike. Ihre innovativen Werbekonzepte waren so erfolgreich, dass schon sehr bald Anfragen von anderen Unternehmen kamen. So entstand Wordsmattr – eine Agentur, die Werbung anders denkt und auf Inhalte setzt, die informieren und Emotionen wecken.
Lukas Gehrer ist überzeugt von der Kraft von Advertorials und Native Ads. Er sieht eine Renaissance dieser Werbeformen, die heute wieder zunehmend an Bedeutung gewinnen. Trotz des modernen Ansatzes bleibt Lukas der traditionellen Medienlandschaft treu. Jeden Samstag kauft er die neuesten Magazine und Zeitungen. Seine Leidenschaft spiegelt sich in der Art wider, wie er Wordsmattr führt: fair, transparent und immer mit dem Ziel, die besten Ergebnisse für seine Kunden zu erzielen.
(Wien, 08. Juni 2024)
Hey Lukas, cool, dass du dir heute die Zeit nimmst! Erzähl doch mal - wie kam dir die Idee zu Wordsmattr? Und was treibt dich an?
Das Schöne an unserer Agentur ist die natürliche Entstehung aus Nachfrage heraus. Mit meinem Co-Gründer Jürgen zusammen hatte ich ab 2013 die Aufgabe, unser eigenes Online Magazin Apfellike mit dazugehörigem YouTube-Kanal und Podcast zu vermarkten. Die nativen Werbekonzepte und Advertorials gingen derart viral, dass wir begonnen haben für die Unternehmen und Kunden abseits der eigenen Medienportale zu arbeiten. So entstand Wordsmattr mit tiefem Verständnis - sowohl für Werbekunden als auch Verlage und deren Leserschaft. Wir kennen beide Seiten und verstehen uns weniger als Werbeagentur, sondern als Vermittler von Werbeideen.
Welche Rolle spielen Advertorials und Native Ads in der heutigen digitalen Marketinglandschaft und wie kann Wordsmattr Unternehmen dabei unterstützen, diese Formate effektiv zu nutzen?
Ich persönlich bin der Meinung, dass Werbung nur dann gut sein kann, wenn sie informiert oder tiefe Emotionen transportiert. Früher waren das TV-Spots, man erinnere sich an den legendären und intellektuell tatsächlich anspruchsvollen 1984-Spot von Apple beim Superbowl. Heute hat sich die Medienlandschaft aber derart gewandelt, dass Videowerbung, Banner und vor allem Social Media-Werbung derart kurze Zeitspannen füllen, dass gar kein Platz und keine Zeit mehr da ist für Information. Der Nutzer wird im Grunde mit überzogenen Aussagen “gecatcht”, um überhaupt noch ganz kurz Aufmerksamkeit zu erhalten. Das meine ich nicht negativ oder wertend, es ist einfach der Lauf der Zeit. Die einzig verbliebene Werbeform, die heute noch tiefere Inhalte transportieren kann, ist der gute, alte Werbetext. Der hat schon vor 50 Jahren im Printformat hervorragend funktioniert, wurde damals zum Beispiel gerne von Autobauern gebucht. Und jetzt erlebt er seit Jahren eine Renaissance.

Was inspiriert Dich persönlich am meisten an Deiner Arbeit in der Werbebranche, insbesondere im Bereich der Advertorials und Native Ads?
Ich liebe die traditionelle Medienbranche. Für mein Alter unüblich stehe ich jedes Wochenende am Kiosk, um die Magazine und Zeitungen der Woche zu kaufen. Das habe ich vor Wordsmattr schon getan. Nun kommt eben das Gefühl dazu, dass wir einen bedeutenden Teil dazu beitragen, dass sich genau diese Medienvielfalt und die dahinterstehenden Redaktionen finanzieren können. Und durch Advertorials tun wir das mit der wohl seriösesten Werbeform, die es gibt. Der Leser und die Leserin werden nicht abgelenkt, nicht gestört und im besten Fall informiert. Ich finde diese Kombination wirklich einzigartig.
Welche Trends und Entwicklungen siehst du derzeit im Bereich der Native Ads und wie passt sich Wordsmattr diesen Veränderungen an?
Ach, da gibt es wirklich sehr viele. Ich möchte einmal zwei sehr bedeutende herausstreichen. Mit der Implementierung von KI-Zusammenfassungen stehen Suchmaschinen vor der größten Umwälzung seit rund zwei Jahrzehnten. Es wird die Herkunft und Anzahl der Leser von Online Medien grundlegend verändern. Und damit natürlich auch die Vermarktbarkeit. Ich bin überzeugt, dass Medienhäuser unabhängiger werden müssen, mit Kanälen sowie Werbeplätzen, die sie jeweils kontrollieren können. Man sieht das schon jetzt bei der New York Times und großen regionalen Zeitungen in den USA, die massiv in die eigenen Apps investieren. Das wird auch hier in Europa verstärkt kommen. Umso wichtiger werden Werbeformate wie Advertorials, die nicht die Masse, sondern die Klasse an Leserkontakten verkaufen.
Zum anderen ist ganz interessant, dass große Konzerne ihre Werbebudgets teils wieder selbst verwalten oder zumindest teilweise aus den Händen der großen drei Werbeagenturen geben. Das ist grundsätzlich eine positive Entwicklung, da wieder mit den besten Ideen um das Werbebudget gerungen wird, nicht mit einmal gezeichneten Jahresverträgen. Kleine Agenturen profitieren zumeist von solchen Phasen und ebenso die Werbekunden, da jede Kampagne funktionieren muss.
Apropos Veränderungen: Als junger Geschäftsführer eines noch sehr jungen Unternehmens: inwiefern wird hier der klassische Alltag neu gedacht? Welche typischen Muster der Arbeitswelt werden aufgebrochen und wie wirkt sich das auf dein Team aus?
So jung sind wir gar nicht mehr (lacht). Wir feiern bald unser sechsjähriges Bestehen in dieser Form. Aber natürlich sind wir sehr modern aufgestellt. Home-Office und Videokonferenzen waren bei uns schon vor Corona der Standard. Allerdings ist das gar nicht so besonders in unserer Branche.

Welche persönlichen Werte sind für dich essenziell bei einem funktionierenden Team?
Du fragst ja speziell nach persönlichen Werten. An erster Stelle steht für mich Fairness. Ein so banales Wort, das jedoch nicht erklärt werden muss. Wir Menschen merken ganz einfach, ob etwas fair abläuft oder eben nicht. Das gilt für das private wie für das berufliche Umfeld. Macht gute oder schlechte Leistung einen Unterschied? Werden Personen ausgeschlossen? Werden grobe Fehler korrigiert und ist die Führungsebene erreichbar oder abgekapselt?
Wenn Du nur eine Smartphone-App für den Rest Deines Lebens nutzen dürftest, welche wäre das und warum?
Oje, na gut vermutlich den Browser. Damit könnte ich doch noch alle Zeitungen und Magazine lesen. (lacht)
Was ist das erste, das du morgens auf deinem iPhone checkst?
Zuerst meistens private Nachrichten und einige deutsche und amerikanische Zeitungen. Erst später dann Slack und E-Mails, um einen klaren Kopf zu haben für Antworten.
Wenn dein Arbeitsalltag eine Spotify-Playlist wäre, wie würde sie heißen und was wäre der meistgespielte Song darauf?
Das sind wirklich gute Fragen (lacht), ich meine schwierige Fragen. Der meist gespielte Song wäre wohl That’s Life von Frank Sinatra. So würde ich gleich auch die Playlist nennen.
Nun plaudern wir etwas aus dem Nähkästchen: Kannst Du einige Schlüsselthemen oder Erkenntnisse teilen, die für Unternehmen besonders relevant sind, die über den Einsatz von Advertorials und Native Ads nachdenken?
Natürlich gibt es auch hier wieder zahlreiche. Dafür bieten wir ja tiefe Beratungsgespräche an, die auf die Kundenziele eingehen. Allgemein gültig ist aber wohl der Grundsatz, dass man keine Reichweitenzahlen vergleichen oder sich von bekannten Mediennamen blenden lassen sollte. Unsere besten Kampagnen, also jene mit den höchsten Returns on Investment, liefen auf Fachmedien und Nischenpublikationen. Die richtige Zielgruppe ist wichtiger als alles andere. Deswegen haben wir auch über eintausend Medienpartner in unserem Portfolio, während die meisten anderen Advertorial-Agenturen nur eine Hand voll vermarkten.
Gibt es ein besonderes Erlebnis oder eine Anekdote aus deiner Karriere bei Wordsmattr, die dir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubert?
Das ist so ja, ich wurde einmal auf einer Veranstaltung eines internationalen Steuerberatungsunternehmens gefragt, ob ich schon einmal etwas von Wordsmattr gehört hätte, mit der Begründung, die steckten hier in Österreich hinter einigen ganz spannenden Kampagnen. Da wurde mir klar, wir haben einen positiven Einfluss in der Branche.

Trotz des Office-Alltags und der Affinität zum Mac - wie viele Schritte stehen am Ende des Tages auf deinem Schrittzähler?
Oje, ein wunder Punkt! Ich habe hier in den letzten 6 Monaten 5916 Schritte pro Tag. Das ist nicht so viel, oder?
Lukas, letzte Frage: Hand aufs Herz- was ist dein “Roman Empire”?
Ich bin großer James Bond–Fan und sammle unzählige Gadgets und Automodelle aus den Filmen. Nicht selten denkt man sich halt im Alltag, wie würde jetzt James Bond reagieren? Das ist nicht immer, aber manchmal ein ganz lustiger Gedanke in stressigen Situationen. (lacht)
Außerdem spannend: Sieh dir hier das Interview mit unserem Co-Founder, Jürgen Ulbrich, an.


