Eine Agentur für Answer Engine Optimization bringt Kundenmarken dorthin, wo ChatGPT, Perplexity und Google AI Overviews ihre Antworten herholen: in gut rankende eigene Inhalte und in autoritative Drittquellen. Verkaufbar wird das erst mit einem klaren Paketpreis, einem Messsetup und einem Partner für redaktionelle Platzierungen.
- AI Overviews nutzen den Google-Index, doch Perplexity-Quellen decken sich nur zu 18 bis 25 Prozent mit Googles Top-Treffern.
- AEO-Retainer kosten als Richtwert 800 Euro für reine On-Site-Pakete bis über 15.000 Euro monatlich im Enterprise-Mandat.
- Die Search Console zeigt keine ChatGPT-Sichtbarkeit, Monitoring-Tools wie Otterly.ai starten bei rund 29 US-Dollar monatlich.
- Advertorials auf High-Authority-Medien sind ein direkt buchbarer Zitier-Hebel, Richtwerte reichen von rund 500 bis über 30.000 Euro.
Wie Google AI Overviews, ChatGPT und Perplexity Quellen auswählen und was Ihre Agentur davon steuern kann
Antwortmaschinen greifen auf Suchindizes zurück und bauen daraus ihre Antworten. Bei Google sieht das so aus: Ein in der Suche verankertes Gemini-Modell fächert die Nutzerfrage in verwandte Teilfragen auf, die bekannten Core-Ranking-Systeme holen dazu passende, aktuelle Seiten aus dem Index, und erst dann formuliert das Modell die Antwort samt Verweisen.
Kurz erklärt: Beim Query Fan-Out zerlegt das System eine Frage wie „Welche CRM-Software passt für den Mittelstand?“ in Teilfragen zu Preis, Funktionen, Datenschutz oder Alternativen. Zitiert werden Seiten, die diese Teilfragen gut beantworten, auch wenn sie für die Ausgangsfrage selbst nicht auf Platz 1 stehen.
Google Search Central betont, dass AI Overviews aus demselben Index wie die klassische Suche schöpfen und es keinen separaten KI-Rankingalgorithmus gibt. Eine spezielle Auszeichnung, Datei oder Chunking-Struktur verlangt Google ebenfalls nicht. Teilnahmeberechtigt ist jede indexierte Seite, die ein Snippet anzeigen darf. Für die übrigen Systeme ergibt sich ein gemischtes Bild:
| System | Auswahlprinzip | Beeinflussbar für Ihre Agentur | Nicht beeinflussbar |
|---|---|---|---|
| Google AI Overviews / AI Mode | Teilfragen-Suche im Google-Index, Antwort auf Basis der gefundenen Seiten | Indexierbarkeit, Snippet-Erlaubnis, Abdeckung der Teilfragen, Aktualität, Autorität | Der Auswahlalgorithmus selbst |
| Perplexity | Live-Websuche bei jeder Anfrage, Bewertung nach Relevanz, Autorität, Aktualität und Struktur, typischerweise 3 bis 8 zitierte Quellen | Struktur und Aktualität der Inhalte, Präsenz auf mehreren Domains (Perplexity streut bewusst über verschiedene Quellen) | Gewichtung im Live-Ranking |
| ChatGPT Search / Copilot | Websuche plus Modellwissen, Mechanik nicht offiziell dokumentiert; ChatGPT zitiert im Schnitt gut 10 Quellen und setzt stärker auf Wikipedia | Präsenz in zitierfähigen Drittquellen, konsistente Markendaten | Trainingsdaten und interne Gewichtung |
Wie weit die Systeme auseinanderliegen, zeigt eine Zahl: Zwischen den Domains, die Perplexity zitiert, und Googles Top-Ergebnissen liegt die Überschneidung bei nur rund 18 bis 25 Prozent. Ein starkes Google-Ranking bringt Ihre Kunden ins Rennen. Für Zitate in Perplexity und ChatGPT braucht die Marke zusätzlich Präsenz auf fremden, autoritativen Seiten.
Das AEO-Leistungspaket: Arbeitsschritte, Aufwand und Preismodelle
Ein verkaufbares AEO-Paket folgt einer festen Reihenfolge, damit Sie jeden Monat zeigen können, was erledigt ist. Bewährt hat sich dieser Ablauf:
- Audit: Sichtbarkeit der Marke in den wichtigsten Prompts, Quellenlandschaft der Branche, technische Basis wie Indexierbarkeit und Snippet-Erlaubnis.
- On-Site-Anpassung: Inhalte entlang typischer Teilfragen strukturieren, Schema-Basis einrichten, veraltete Seiten aktualisieren.
- Content und Entity-Building: Ratgeber mit Experten-Zitaten und belegten Zahlen, einheitliche Markendaten auf Website, Unternehmensprofil und Verzeichnissen.
- Digital-PR-Anteil: Platzierungen in Medien, Branchenlisten und Review-Portalen.
- Monitoring und Reporting: festes Prompt-Set, monatlicher Bericht, Nachsteuern der Schritte 2 bis 4.
Abgerechnet wird im DACH-Raum über drei Modelle: ein einmaliges Audit für etwa 500 bis 12.000 Euro je nach Tiefe, einen monatlichen Retainer oder vereinzelt Stundenhonorare von rund 80 bis 250 Euro. Daraus lässt sich der Aufwand ableiten: Ein Retainer von rund 2.000 Euro entspricht je nach Stundensatz grob 8 bis 25 Stunden im Monat. Die Spannen stammen überwiegend von Agentur-Preisseiten und taugen deshalb nur als grobes Marktspektrum, ein belastbarer Marktdurchschnitt existiert nicht.
| Paketgröße | Monatsbudget (Richtwert) | Leistungsumfang |
|---|---|---|
| Klein | 800 bis 2.000 € | Schema-Basis, einfaches Monitoring |
| Mittel | 2.500 bis 5.000 € | Content-Produktion, Entity-Building, regelmäßiges Monitoring |
| Enterprise | 5.000 bis 15.000+ € | Vollständige Redaktion, API-Integration, wöchentliche Tests, Digital-PR-Anteil |
Was den Preis nach oben treibt, ist fast immer der Anteil an Drittquellen- und Digital-PR-Arbeit. Ein Rechenbeispiel aus dem Mittelstand: Audit einmalig rund 2.990 Euro, Monitoring-Tool etwa 100 Euro im Monat, Retainer rund 1.980 Euro im Monat und zusätzliche Fachbeiträge für rund 2.190 Euro im Jahr. Das ergibt gut 30.000 Euro im ersten Jahr.
KI-Sichtbarkeit messen: Tools, KPIs und die Grenzen des Reportings
Google Search Console reicht fürs AEO-Reporting nicht aus. Sie deckt nur das Google-Ökosystem ab, erfasst keine Sichtbarkeit in ChatGPT, Perplexity, Claude oder Copilot und übersieht Markenerwähnungen ohne Link weitgehend. Sie brauchen also ein Prompt-Monitoring-Tool. Diese Optionen haben sich am Markt etabliert:
| Tool | Einstiegspreis (Stand Recherche) | Passt für |
|---|---|---|
| Otterly.ai | ab ca. 29 USD/Monat (Lite, 15 Prompts) | Kleine Kunden, erster Test |
| Peec AI (Berlin) | ab rund 90 €/Monat | Laufende Mandate im Mittelstand |
| Profound | ab ca. 1.000 USD/Monat | Enterprise-Kunden |
| Semrush AI Visibility Toolkit, Ahrefs Brand Radar, SE Ranking | als Modul der jeweiligen SEO-Suite | Agenturen, die eine dieser Suiten bereits nutzen |
Ins Kundenreporting gehören vier Kennzahlen:
- Markenerwähnungen samt Position und Tonalität in KI-Antworten
- KI-Traffic über Referrer-Filter in GA4 oder Matomo (chatgpt.com, perplexity.ai, copilot.microsoft.com, gemini.google.com)
- Share of Voice gegenüber den wichtigsten Wettbewerbern
- Quellenlandschaft: welche Websites die KI-Systeme in der Branche überhaupt zitieren
Messungsgrenzen offen kommunizieren: Erwähnt eine KI die Marke ohne Link, entsteht kein Traffic, den Sie nachweisen könnten. Und jedes Tool arbeitet mit Prompt-Stichproben, die nie die komplette Nutzerrealität abbilden. Ergänzen Sie den Tool-Report deshalb um manuelle Stichproben mit Screenshots. Das macht den Bericht glaubwürdiger als jede Kurve.
Redaktionelle Platzierungen als Zitier-Hebel: Ablauf, Formate und Kosten
Drittquellen wirken, weil Sprachmodelle bevorzugt Informationen von High-Authority-Quellen beziehen. Taucht eine Marke auf großen Medien, in Branchenlisten oder Review-Portalen auf (im B2B etwa OMR, OMT oder Handelsblatt-Vergleiche), steigt ihre Chance auf eine Nennung. Ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil und ein Knowledge Panel erhöhen zusätzlich die Glaubwürdigkeit. Eine redaktionelle Platzierung läuft typischerweise in fünf Schritten ab:
- Medien- und Formatberatung: Advertorial, Testbericht, Interview oder Gastbeitrag
- Contenterstellung im journalistischen Stil
- Abstimmung mit dem Publisher
- Veröffentlichung mit Kennzeichnung
- Reporting zur Kampagne
Bei den Kosten müssen Sie mit Schätzungen arbeiten: Verlage führen für Advertorials keine öffentlichen Preislisten und nennen Preise meist nur auf Anfrage. Diese unverbindlichen Markt-Richtwerte helfen bei der Kalkulation:
- Kleinere Online-Magazine: ab etwa 500 €
- Regionale Wirtschaftsmedien inkl. Texterstellung: ab etwa 2.500 €
- Welt.de, Handelsblatt, Forbes.at, WirtschaftsWoche: ab etwa 1.500 bis 4.000 €
- Premium-Leitmedien (Stern, Spiegel, FAZ): ab ca. 10.000 bis über 30.000 €
Welche Preisstufe passt, entscheidet die Quellenlandschaft aus Ihrem Audit: Buchen Sie dort, wo KI-Systeme in der Branche Ihres Kunden bereits zitieren.
Versteckte Kosten: Wer direkt beim Verlag bucht, zahlt die Texterstellung oft separat (rund 800 bis 3.000 Euro) und investiert intern 5 bis 15 Stunden in die Publisher-Akquise. Rechnen Sie beides in Ihr Angebot ein, bevor Sie einen Preis nennen.
Rechtlich gilt in Deutschland eine Kennzeichnungspflicht: Advertorials tragen Hinweise wie „Anzeige“, „Werbung“ oder „Sponsored Post“, und Redaktion und Werbung bleiben getrennt. Kennzeichnung von Anfang an planen, sie schützt das Vertrauen von Lesern und Verlag.
Bei Wordsmattr platzieren wir für die Umsetzung mit unseren Online Advertorials gesponserte Texte und Native Ads auf über 475 Online-Medien im DACH-Raum, mit persönlicher Beratung zur Medienauswahl.
AEO und SEO-Retainer: was wirklich neu ist und wie Sie sauber abrechnen
AEO und SEO überschneiden sich: Technisches SEO, Indexierbarkeit und Content-Qualität nach E-E-A-T zahlen auf beides ein, denn Google bedient AI Overviews aus demselben Index. Auch die Hebel für bessere Zitierfähigkeit gehören ins Handwerk guter Redaktion: Experten-Zitate, Statistiken mit Quellenangabe und explizite Quellennennungen im eigenen Content.
Neu sind drei Bausteine: Das Prompt-Monitoring über ChatGPT, Perplexity und Co. gab es im SEO nie. Der Digital-PR-Anteil zielt auf fremde Domains, die zitiert werden. Und die Entity-Konsistenz verlangt, dass Name, Angebot und Kernfakten der Marke überall identisch auftauchen, vom Unternehmensprofil bis zur Branchenliste.
Praxistipp: Führen Sie im Angebot eine eigene Spalte „bereits im SEO-Retainer enthalten“. Berechnen Sie im AEO-Paket nur Monitoring, Drittquellen-Arbeit und Entity-Pflege. So entkräften Sie den Vorwurf der Doppelabrechnung, bevor er fällt.
Als Agentur für Answer Engine Optimization lieferfähig ohne eigenes Medien-Team
Ohne Medienkontakte liefern Sie den Platzierungsteil über einen Partner, Strategie und Reporting bleiben bei Ihnen. Der Partner übernimmt Medienauswahl, Text, Abstimmung mit dem Verlag und Veröffentlichung. Ihrem Kunden verkaufen Sie das Gesamtpaket unter Ihrer eigenen Marke.
Rechnung fürs Angebot: Verkaufspreis = Einkaufspreis der Platzierung beim Partner + eigene Stunden für Strategie und Reporting × Stundensatz + Aufschlag für Projektsteuerung. Sparen Sie dabei die 5 bis 15 Stunden Publisher-Akquise ein, wächst Ihre Marge ohne höheren Kundenpreis.
Ob ein Partner trägt, erkennen Sie an drei Kriterien:
- Direktzugang zu den Publishern ohne Zwischenhändler, damit Konditionen und Timing verlässlich sind
- Redaktionelle Qualität durch Autoren mit Journalisten-Background, damit Verlage die Texte akzeptieren
- Transparente Preisstruktur ohne versteckte Kosten, damit Ihre Kalkulation aufgeht
Wir bei Wordsmattr arbeiten seit 2012 an Werbung im redaktionellen Umfeld und kennen als ehemaliges Medienhaus beide Seiten einer Kampagne. Unser Full-Service reicht von der Medien- und Formatberatung über die Contenterstellung bis zum Reporting. Für die KI-Seite optimieren wir mit unserer Leistung Generative Engine Optimization die Sichtbarkeit in ChatGPT, Perplexity und Gemini.
Vom Buzzword zum buchbaren Angebot
AEO ist kein neues Fachgebiet, sondern eine neue Verpackung bekannter Hebel: Content-Qualität, Autorität und Drittquellen. Bauen Sie aus den drei Paketgrößen dieses Artikels Ihr eigenes Angebotsblatt, legen Sie ein Monitoring-Tool passend zur Kundengröße fest und klären Sie, wer die Platzierungsseite für Sie liefert.
Mit diesem Blatt gehen Sie in den nächsten Jour fixe. Auf die Frage „Warum nennt uns ChatGPT nicht?“ haben Sie dann eine Antwort mit Preis, Messplan und Zeitrahmen.
Häufige Fragen zur AEO-Agentur
Lohnt sich AEO auch für kleine und mittlere Kunden?
Ja, wenn der Einstieg schlank bleibt. Ein kleines Paket mit Schema-Basis, Monitoring über Otterly.ai und einer gezielten Platzierung pro Quartal reicht für den Start. Erst wenn die Marke in den relevanten Prompts auftaucht, lohnt der Ausbau.
Wie schnell zeigen sich erste Effekte?
Meist nach einigen Wochen bis wenigen Monaten. Perplexity sucht live und erfasst neue Inhalte oft zügig. Bei Google hängt es am nächsten Crawl, und Drittquellen müssen erst erscheinen und indexiert werden. Planen Sie die erste Bewertung nach rund drei Monaten ein.
Wie viele Prompts gehören ins Monitoring-Set?
Für den Start reichen 15 bis 30 Prompts, abgestimmt mit dem Kunden: Marken-, Kategorie- und Vergleichsfragen. Otterly.ai deckt im Lite-Tarif 15 Prompts ab. Wächst das Set, wechseln Sie in einen größeren Tarif oder zu Peec AI.
Welche Fehler machen Agenturen beim AEO-Start?
Am häufigsten versprechen sie feste Positionen in ChatGPT. Dazu kommen ein Reporting allein aus GSC-Daten und Prompt-Sets, die niemand mit dem Kunden abgestimmt hat. Starten Sie mit vereinbarten Prompts, einer Ausgangsmessung und realistischen Zielen.
Was tun, wenn eine KI-Antwort die Marke falsch oder gar nicht nennt?
Prüfen Sie zuerst die zitierten Quellen. Falsche Angaben stammen fast immer aus veralteten Seiten, Verzeichnissen oder Profilen. Korrigieren Sie diese, pflegen Sie Unternehmensprofil und eigene Website einheitlich und schaffen Sie neue Drittquellen mit den richtigen Fakten.
CEO & Gründer – Wordsmattr GmbH
Lukas Gehrer ist Gründer und CEO der Advertorial-Agentur Wordsmattr.io und Experte für Advertorials & Content Marketing. Über seine Erfahrung rundum Marketing, KI & Online Sichtbarkeit berichteten bereits die FAZ, DerStandard, Basicthinking, ITdaily, HORIZONT und viele weitere Medien. 2014 als Journalist und Podcaster gestartet, schreibt er heute noch immer als Gastautor, etwa für ZDNet oder World4You.

