Agentur- & Multi-Brand-Tools
Profound
Profound ist 2024 in New York gestartet und hat sich innerhalb von zwei Jahren zur Referenz für Answer Engine Optimization im Enterprise-Segment entwickelt. Der entscheidende Unterschied zu den meisten Wettbewerbern liegt in der Datengrundlage: Während viele Tools eine Liste von Testprompts in regelmäßigen Abständen an die Modelle schicken, wertet Profound zusätzlich aus, was echte Nutzer fragen und welche Antworten sie bekommen.
Für Marketing-Teams heißt das konkret: Man sieht nicht nur einen Sichtbarkeitswert, sondern die Quellen, aus denen sich eine Antwort speist. Wer feststellt, dass ChatGPT bei einer Kaufentscheidungsfrage konsequent drei Vergleichsportale zitiert und die eigene Seite nicht, weiß sofort, wo die Arbeit ansetzt. Die Agent Analytics ergänzen das um die technische Perspektive und zeigen, welche AI-Crawler die eigene Domain überhaupt besuchen.
Der Preis für diese Tiefe ist Komplexität. Profound ist kein Tool, das man an einem Nachmittag durchdringt, und der Einstiegstarif für 99 US-Dollar deckt nur ChatGPT ab. Wer ernsthaft mehrere Engines beobachten will, landet schnell bei 399 US-Dollar im Monat. Für kleinere Marken ist das viel, für ein Unternehmen mit relevantem Umsatzanteil aus organischer Suche ist es gut investiert.
Peec AI
Peec AI ist Anfang 2025 in Berlin aus dem Antler-Programm heraus entstanden und hat seitdem über 1.300 Marken und Agenturen an Bord geholt, darunter Chanel und Axel Springer. Das Produkt macht eine Sache und die richtig gut: Es misst, wie sichtbar eine Marke in AI-Antworten ist, und stellt das so dar, dass man den Report ohne Nacharbeit in ein Kundenmeeting mitnehmen kann.
Genau diese Fokussierung ist Stärke und Grenze zugleich. Es gibt keine Content-Erstellung, kein technisches Audit, keine Auswertung des Bot-Traffics. Wer eine Plattform sucht, die von der Messung bis zum fertigen Text alles abdeckt, ist hier falsch. Wer dagegen ein verlässliches Messinstrument braucht und die Umsetzung ohnehin im eigenen Team oder in der Agentur macht, bekommt bei Peec das beste Verhältnis aus Aufwand und Erkenntnis.
Für deutschsprachige Unternehmen kommt ein praktischer Punkt dazu: Vertrag, Rechnung und Support laufen über eine deutsche GmbH. Das erspart Diskussionen mit der eigenen Rechtsabteilung, die bei US-Anbietern regelmäßig aufkommen. Beim Preis sollte man allerdings genau hinschauen, denn die 85 Euro im Starter-Tarif decken nur drei Modelle ab.


