Wenn Sie eine Pressemitteilung schreiben lassen, bewegt sich der Markt zwischen einfachen Textangeboten ab etwa 150 Euro und Full-Service-Paketen im vierstelligen Bereich. Entscheidend ist nicht der Wortpreis, sondern ob Ihre Meldung am Ende redaktionsfähig ist und den richtigen Weg in Medien findet. Ein günstiger Text allein ersetzt keine Distribution.

Bei einem Launch zählt der Nachrichtenwert, bei einer Studie die prüfbaren Daten, bei einer Personalie der Kontext. Ein schlanker Textservice reicht, wenn Ihr Team den Versand selbst steuert. Ein verlagsnaher Partner lohnt sich, sobald Sie Freigabe, Medienauswahl und Ergebnisnachweis abgeben möchten.

Bevor Sie ein Angebot prüfen, lohnt sich der ehrliche Blick auf den eigenen Anlass und den nötigen Verantwortungsumfang:

  • Der Preis steigt vor allem dann, wenn der Anbieter Recherche, Medienauswahl und Nachfassen übernimmt.
  • Ein Pressetext garantiert keine Berichterstattung, Redaktionen entscheiden nach Nachrichtenwert und Vertrauen.
  • Ein guter Auftrag beginnt mit der Frage, welche Medien die Meldung wirklich aufnehmen könnten.
  • Sobald Sie Platzierung und Reichweite planbar brauchen, führt der Weg eher zu einem bezahlten Format.

Was kostet eine geschriebene Pressemitteilung?

Für den reinen Pressetext planen Sie im DACH-Markt meist einige Hundert Euro ein. Sobald Versand und Nachfassen dazukommen, steigt der Preis spürbar. Mit Auswertung landen seriöse Pakete häufig im vierstelligen Bereich, weil dort redaktionelle Arbeit und Distribution zusammenlaufen.

Die günstigste Stufe beantwortet nur eine Frage: Baut jemand aus Ihrem Briefing einen formal sauberen Text? Einfache Angebote liegen hier ungefähr zwischen 125 und 400 Euro, wenn kaum Recherche nötig ist und Ihr Team die Fakten selbst freigibt. Die marktüblichen Stundensätze für Text und Konzept bewegen sich bei rund 90 bis 130 Euro, im Schnitt 110 Euro pro Stunde – ein seriös recherchierter Einzeltext entsteht selten zum Plattformpreis.

Redaktionell stärkere Einzeltexte liegen eher bei 280 bis 595 Euro, weil der Anbieter den Anlass schärft und einen Korrekturlauf einplant. Pakete mit Versand beginnen bei etwa 895 Euro und reichen bis rund 1.395 Euro, sobald der Anbieter nachfasst und Belege sammelt. DACH-weite Aussendungen über Verteiler können zusätzlich bis zu 1.225 Euro kosten.

Leistungsstufe Preisspanne Was Sie bekommen
Einfacher Textservice 125–400 € Formal sauberer Text aus Ihrem Briefing
Redaktioneller Einzeltext 280–595 € Geschärfter Anlass, Recherche, Korrekturlauf
Text + Versand ab 895 € Anschreiben, Medienauswahl, Aussendung
Text + Versand + Nachfassen bis ca. 1.395 € Telefonisches Nachfassen, Report, Clippings
DACH-Verteiler (zusätzlich) bis 1.225 € Aussendung in alle drei Länder

Drei Faktoren treiben den Preis zusätzlich: Dringlichkeit, weil der Anbieter kurzfristig redaktionelle Zeit blocken muss; Übersetzungen, weil eine internationale Fassung sachlich freigegeben werden muss; und Bildmaterial, weil Rechte und technische Vorgaben Prüfaufwand kosten.

Welcher Anbieter passt zur Pressemitteilung?

Der passende Anbieter hängt davon ab, wie viel Verantwortung Ihr Team wirklich abgeben will. Wenn Sie nur Formulierung brauchen, reicht ein schlanker Textservice. Wenn Sie Medienzugang und Auswertung erwarten, brauchen Sie einen Partner mit Redaktions- und Distributionspraxis.

Ein Textmarktplatz passt, wenn Ihre Meldung schon steht und Sie vor allem eine bessere Form brauchen. Eine freie Redaktion ist sinnvoll, wenn die Geschichte noch geschärft werden muss und Ihr Team den Versand selbst erledigt. Eine PR-Agentur übernimmt mehr Abstimmung und kann Redaktionen gezielter ansprechen. Ein Versanddienst hilft, wenn Sie schnell in viele Systeme kommen möchten, ersetzt aber keine saubere Nachricht.

Wir bei Wordsmattr sind dort stark, wo Pressetexte auf Verlagsniveau entstehen sollen und der Weg in passende Medienumfelder Teil des Auftrags ist. Unser Angebot für PR-Mitteilung und Versand liegt je nach Umfang bei 1.500 bis 5.000 Euro – inklusive Erstellung, Aussendung an über 600 Medien und Auswertung.

Externe PR-Hilfe ist im DACH-Raum längst Standard. Laut der State-of-PR-Survey 2025 nutzt fast jedes zweite Unternehmen externe Unterstützung; Pressearbeit ist mit rund 40 Prozent die am häufigsten ausgelagerte Leistung. Vergleichen Sie zuerst den Verantwortungsumfang, dann ergibt der Textpreis Sinn.

Worauf wir achten: Ein guter Anbieter sagt Ihnen vor dem Schreiben, ob Ihre Meldung Nachrichtenwert hat. Wer jede Anfrage annimmt und sofort über Wortpreise spricht, verkauft Text, nicht Wirkung.

Was gehört zu Pressemitteilung und Versand?

Ein professioneller Auftrag liefert mehr als ein Word-Dokument. Sie bekommen eine freigegebene Pressemitteilung und sehen klar, wie der Anbieter den Versand vorbereitet und den Erfolg nachweist.

Der Pressetext selbst trägt vier Bausteine, die jede Redaktion erwartet:

  • Lead mit W-Fragen: Wer, Was, Wann, Wo, Wie und Warum stehen im ersten Absatz.
  • Zitat: Eine verwertbare Stimme, die Redaktionen direkt übernehmen können.
  • Boilerplate: Kurzbeschreibung, die erklärt, wer hinter der Meldung steht.
  • Pressekontakt: Direkter Ansprechpartner, damit Rückfragen nicht im allgemeinen Postfach landen.

Bei einem Versandpaket kommt die Medienarbeit hinzu. Der Anbieter formuliert ein Anschreiben, wählt passende Redaktionen aus und verschickt die Meldung über geeignete Verteiler. Eine DACH-weite Einzelaussendung kostet bei recherchierten Verteiler-Modellen bis zu 1.225 Euro – Deutschland und Schweiz jeweils 735 Euro, Österreich 490 Euro. Dieser Betrag bezahlt keine kreative Idee, sondern den Zugang in ein Verteilersystem.

Bei hochwertigeren Aufträgen beantwortet der Anbieter Rückfragen und sammelt Belege, wenn Medien die Meldung aufgreifen. Eine gute Auswertung zeigt, welche Medien die Meldung erreicht hat und welche Reaktion daraus entstanden ist. So unterscheiden Sie reine Portalveröffentlichungen von ernsthafter Pressearbeit. Wer tiefer in den Versand einsteigen will, findet im Leitfaden zum Pressemitteilung verschicken den passenden Anschluss.

Welche Briefingdaten braucht die Redaktion?

Ein einfacher Textauftrag kann bei guten Unterlagen in 24 bis 48 Stunden fertig sein. Für eine Pressemitteilung mit eigener Medienliste, Freigabe und Nachfassen sollten Sie mehrere Werktage einplanen, realistisch oft eine Woche.

Der Ablauf beginnt mit einem Briefing, das die Nachricht auf einen Satz bringt. Danach klärt die Redaktion offene Fakten und baut den Text so, dass Redaktionen den Anlass schnell verstehen. Erst nach Ihrer fachlichen Freigabe versendet der Anbieter die Meldung.

Ihr Team muss dafür mehr liefern als eine Produktbeschreibung. Diese Bausteine entscheiden über die Qualität:

  • Aktualitätsbegründung: Warum ist die Meldung jetzt relevant?
  • Belastbare Zahlen: Daten mit interner Quellenfreigabe, keine Schätzungen.
  • Konkrete Zitate: Aussagen, die eine Position tragen, nicht Floskeln.
  • Bildmaterial mit Rechten: Fotos und Bildunterschriften sauber dokumentiert.
  • Ansprechpartner: Eine erreichbare Person für Rückfragen aus der Redaktion.

Die finale Prüfung bleibt bei Ihnen, auch wenn extern geschrieben wird. Sie kennen Ihre Produktversprechen, die regulatorischen Grenzen und die internen Freigaben. Die IHK empfiehlt, das Wichtigste im ersten Absatz zu beantworten und auf Superlative zu verzichten.

Welche Compliance-Risiken hat eine Pressemitteilung?

Prüfen Sie jede Pressemitteilung vor dem Versand auf belegbare Aussagen und auf die klare Trennung zwischen redaktioneller Information und bezahlter Platzierung. Heikel wird es, sobald eine Tatsache zum überzogenen Werbeclaim wird.

Der Deutsche Presserat verlangt wahrhaftige Unterrichtung und sorgfältige Prüfung. Für Unternehmen heißt das praktisch: Studienzahlen brauchen eine Quelle, Leistungsbehauptungen müssen belegbar sein. Das UWG erklärt irreführende geschäftliche Handlungen in § 5 für unlauter und trifft Pressemitteilungen, sobald Aussagen den Markt täuschen können.

Ein Marktführer-Claim braucht eine klare Grundlage. Ein Nachhaltigkeitsversprechen braucht eine konkrete Erklärung. Bei Gesundheits- oder Finanzthemen sollte eine fachliche Prüfung vor der Freigabe stattfinden. Der DRPR zieht zusätzlich eine klare Grenze bei Schleichwerbung: Solange ein Medium frei über die Veröffentlichung entscheidet, bewegen Sie sich in klassischer PR. Sobald Sie für eine Platzierung zahlen, braucht der Beitrag eine transparente Kennzeichnung.

Wann reicht eine Pressemitteilung nicht aus?

Eine Pressemitteilung passt, wenn Sie eine echte Nachricht an Redaktionen geben wollen und keine garantierte Veröffentlichung brauchen. Wenn Sie planbare Platzierung oder garantierte Reichweite erwarten, ist ein PR-Artikel oder Advertorial die bessere Wahl.

Eine Pressemitteilung setzt einen Impuls. Danach entscheidet die Redaktion, ob die Meldung für ihr Publikum relevant ist. Das macht sie glaubwürdig, aber weniger planbar. Ein PR-Artikel passt, wenn Ihr Thema erklärungsbedürftig ist und mehr Raum braucht als eine kurze Meldung. Ein Advertorial passt, wenn Sie ein konkretes Medienumfeld buchen möchten und Reichweite messbar planen wollen, der werbliche Charakter muss laut geltender Werbekennzeichnung klar erkennbar bleiben.

Wir trennen diese Formate früh im Projekt, weil das falsche Format Budget verbrennt. Eine Nachricht mit starkem Anlass entfaltet ihre Wirkung über Pressearbeit. Eine Kampagne mit Verkaufsziel braucht häufiger ein bezahltes Umfeld. Wer in diese Richtung denkt, findet bei uns die Buchung redaktioneller Werbeplatzierungen als planbaren nächsten Schritt – dort greifen Text, Platzierung und Auswertung von Anfang an ineinander.

Der letzte Blick vor dem Versand

Viele Unternehmen beauftragen eine Pressemitteilung, kaufen aber eigentlich eine Medienentscheidung ein. Der Text ist sichtbar, die Wirkung entsteht davor durch Nachrichtenwert und danach durch den passenden Weg zur Redaktion. Deshalb fühlt sich ein billiges Angebot oft erst später teuer an, wenn Versand oder Nacharbeit fehlen.

Ein höherer Preis kann am Ende günstiger sein, sobald er interne Abstimmung und Nacharbeit reduziert. Und sobald Reichweite planbar werden muss, gehört ein bezahltes Medienformat ehrlich auf den Tisch, nicht als Notlösung, sondern als bewusste Entscheidung.

Als nächsten Schritt empfehlen wir Ihrem Team eine kurze Meldungsskizze: zuerst der Anlass, dann das Zielmedium, dann der Versandzeitpunkt. Auf dieser Grundlage entscheiden Sie seriös, ob Sie eine Pressemitteilung schreiben lassen oder besser ein bezahltes Format planen. Wenn Sie diesen Punkt erreicht haben, sprechen Sie uns an, wir prüfen den Nachrichtenwert vor dem Angebot.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann ich eine Pressemitteilung in 24 bis 48 Stunden schreiben lassen?

Ja, einfache Pressetexte entstehen bei vollständigem Briefing in 24 bis 48 Stunden. Das gilt vor allem, wenn der Anbieter keine eigene Recherche leisten muss und Ihre Fakten freigegeben sind. Für Versand mit Medienauswahl und finaler Freigabe sollten Sie dagegen mehrere Werktage einplanen.

Gibt es eine Garantie, dass Medien die Pressemitteilung veröffentlichen?

Nein, redaktionelle Berichterstattung lässt sich bei normaler Pressearbeit nicht garantieren. Sie können Portalveröffentlichungen oder Verteiler buchen, aber Redaktionen entscheiden selbst über eine Übernahme. Wenn Sie eine sichere Platzierung brauchen, gehört das Projekt in Richtung Advertorial oder bezahlter Presseartikel.

Wie lang sollte eine professionelle Pressemitteilung sein?

Viele professionelle Pressemitteilungen liegen bei etwa 2.500 bis 3.000 Zeichen oder rund 450 Wörtern. Kurz genug für den schnellen redaktionellen Blick ist meist besser als eine ausführliche Produktgeschichte. Die Boilerplate zählt bei vielen Angeboten in diesen Umfang bereits hinein.

Kann ich eine Pressemitteilung mit KI schreiben lassen?

Ja, KI kann beim Entwurf helfen, aber eine veröffentlichungsreife Pressemitteilung braucht menschliche Prüfung. Trotzdem muss eine erfahrene Redaktion Claims prüfen; Quellen und Tonalität verdienen denselben Blick.

Brauche ich Bilder für den Versand einer Pressemitteilung?

Nein, Bilder sind keine Pflicht, aber gutes Material erhöht die Anschlussfähigkeit der Meldung deutlich. Viele Verteiler können Fotos oder PDFs aufnehmen. Wichtig ist, dass Sie Nutzungsrechte vor dem Versand klären und Bildunterschriften sauber mitliefern.

Soll der Anbieter nach dem Versand bei Redaktionen nachfassen?

Ja, Nachfassen lohnt sich bei ausgewählten Zielredaktionen. Es bringt wenig, wenn ein Anbieter wahllos hinter jeder Aussendung hertelefoniert. Sinnvoll wird Nachfassen, sobald die Meldung erklärungsbedürftig ist und der Anbieter konkrete Rückfragen direkt beantworten kann.

Darf ich für redaktionelle Veröffentlichung bezahlen?

Für echte redaktionelle Berichterstattung sollten Sie keine Gegenleistung für eine Veröffentlichung anbieten. Bezahlte Inhalte sind möglich, brauchen dann aber Transparenz und klare Kennzeichnung. Genau deshalb sollten Sie vor dem Auftrag klären, ob Sie PR-Wirkung oder planbare Platzierung suchen.